Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen

Innovationslabor
Logistik ist weit mehr als der Transport von Waren und Gütern. Parallel zum Warentransport sorgt die Logistik für den begleitenden Informationsfluss. Sie wurde zum Treiber und Symbol der internationalen und wertschöpfenden Vernetzung und ein wichtiger Innovationsmotor für Industrie 4.0.

Im Forschungsprojekt „Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ wurde an der TU Dortmund ein Innovationslabor aufgebaut, um neue logistische Technologien schnell und unkompliziert zu entwickeln, zu testen und in die Praxis zu überführen. Im Fokus stehen jene hybriden Dienstleistungen, die zu einer horizontalen und vertikalen Vernetzung der Wirtschaft führen. Hierbei werden insbesondere neue Formen der Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen erforscht.

Im Innovationslabor werden Demonstratoren und  Versuchsumgebungen aufgebaut. Gleichzeitig wird ein wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskurs zur Weiterentwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion und zu neuen Konzepten industrieller Arbeit initiiert. Unternehmen können somit neue Strategien, Produkt- und Prozessinnovationen in Dortmund entwickeln und testen. Dabei sollen neue Soft- und Hardwaredienste, Planungs- und Betriebskonzepte für agile Logistiksysteme sowie Lösungen für eine neue Generation der Mensch-Maschine-Schnittstelle entstehen. Die Ergebnisse finden den Weg in die Praxis – vor allem in KMU – über gezielte Transferprojekte und das wissenschaftlich-gesellschaftliche Netzwerk.

 

Die Social Networked Industry braucht den Menschen und dient dem Menschen. Vor diesem Hintergrund werden im Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik digitale Technologien entwickelt, die den Menschen sinnvoll unterstützen, seine Produktivität und seine Zufriedenheit steigern.

Die Ausgestaltung der Innovationen zu hybriden Dienstleistungen wird durch so genannte Showcases mit dem (u.a. mit dem Vicon-System) in fünf Bereichen gewährleistet: Handel, Produktionslogistik, Transport, Instandhaltung und Virtual Training.

Detaillierte Informationen über das neugestaltete InnoLab Forschungszentrum

Empfohlene Produkte

Nexus

Das Vicon-Software-Paket für Lifescience und Bewegungsanalyse. Nexus ermöglicht Datenaufnahme, automatische oder manuelle Datenverarbeitung und Datenmanagement in einer Software. Auch direkte Einbindung von MatLab und Python sowie biomechanische Modelle oder die Möglichkeit zur Erstellung und Verwendung eigener Marker-Sets stehen zur Verfügung.

Tracker

Vicon Tracker ist mit dem Hauptziel entwickelt worden, so schnell wie möglich rigide Objekte zu tracken und deren Positionen und Ausrichtungen an andere Software weiterzuleiten. Deswegen ist die Latenzzeit sehr kurz – bis zu 2.5 ms. Tracker überzeugt auch mit ihrem Algorithmus, der ein Object sogar nur mit einer Kamera weiter tracken kann, was das Trackingvolumen für einen bestimmten Kamera-Aufbau maximiert.

Vantage

Die Vantage-Serie stellt das Flagship von Vicon dar. Die Auswahl erstreckt sich von 5 MP- über 8 MP- bis zu 16 MP-Kameras bei Aufnahmeraten von bis zu 2000 Hz. Verschieden Onboard-Sensoren erleichtern die tägliche Arbeit mit dem System.

Vicon Reality in der Intralogistik

Durch den Einsatz von Virtual Reality können intralogistische Systeme und Prozesse deutlich besser geplant, getestet und evaluiert werden. Durch die Kopplung mit dem Vicon Motion Capturing System kann der Bewegungsradius deutlich erhöht werden. Mit dem Einsatz von Rucksack-PCs und Head Mounted Displays (HMD) der neuesten Generation können intralogistische Systeme realitätstreu abgebildet werden. Ebenso werden verschiedene Szenarien im Bereich der Kommissionierung und Verpackung virtuell geplant und automatisch bewertet. Dies kann bis hin zu einer kollaborativen Intralogistikplanung mit mehreren Personen gleichzeitig umgesetzt werden.

 

Aktivitätserkennung und Bewegungsklassifikation mit dem Vicon System

Bei der Planung und Optimierung von Kommissioniersystemen spielt die Kenntnis der Dauer von manuellen Tätigkeiten eine wichtige Rolle. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Analyse der manuellen Aktivitäten eines Kommissionierprozesses, mit dem u. a. die Kommissionierzeitanteile automatisch erfasst werden können.

Nativ forscht der Lehrstuhl für Förder-und Lagerwesen seit seiner Gründung in der Intralogistik. Mit weiteren Lehrstühlen der TU Dortmund trägt und fördert er seitdem die Lehre in der Logistik und setzt sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein. Als Gründungs- und langjähiges Vorstandsmitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Technische Logistik WGTL engagierte sich Prof. Michael ten Hompel mit seinem Lehrstuhl national und international an der Etablierung dieser im Bereich der Wissenschaft relativ jungen Disziplin.

Hier wird Zukunft erdacht

Die strategische Ausstattung des Forschungszentrums orientiert sich an zwei Themen, die in der Logistikforschung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten von hoher Relevanz sein werden: Lokalisierung und drahtlose Kommunikation. Durch die flexible Ausstattung und kaum fest verbaute Versuchsstände können sich eine Vielzahl autonomer Akteure ad-hoc und dezentral gesteuert zu temporären Verbänden zusammensetzen, um gemeinsam logistische Dienstleistungen zu erbringen. Industrieprozesse der Zukunft können auf diese Weise dargestellt und erforscht werden.

 

Die TU Dortmund schmückt den neuen Image Flyer von Vicon

Den Flyer findest du hier: Helping robots and humans work hand-in-hand

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